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Recht und Politik/Politik und Recht


Gesche

Gesche 2 ©presse

Ich heiße Gesche, bin in Karlsruhe geboren, aber in Berlin aufgewachsen.

Zum Studium bin ich nach Frankfurt (Oder) gezogen. Nach dem Abitur habe ich als Aushilfe im Bundesministerium für Bildung und Forschung gearbeitet, danach für 8 Monate als Au Pair in Australien. In der Zeit nach dem Abi habe ich mich damit beschäftigt, einen passenden Studiengang zu finden. Als ich mich über Unis und Studiengänge informiert habe, wollte ich zunächst Sozialwissenschaften oder Rechtswissenschaften studieren. In der Schule hatte ich bereits Politikwissenschaften gewählt. Als ich dann über den Studiengang Recht und Politik gestolpert bin, war das die perfekte Mischung beider Studiengänge; auch über die Viadrina hatte ich Gutes gehört.

Im Laufe meines Studiums will ich mich auf Menschenrechte, Völkerrecht und internationale Beziehungen konzentrieren und ein Auslandssemester in einem spanischsprachigen Land verbringen oder das Pflichtpraktikum im Ausland absolvieren. Mich interessiert vor allem die Arbeit bei NGOs, den UN und auch im Bereich Journalismus.

Insgesamt macht mir der Studiengang sehr viel Spaß, die Diskussionen mit den Kommilitonen sind hilfreich und aufschlussreich. Man lernt den Gutachtenstil und den Aufbau von Gesetzen. Die Lehrveranstaltungen waren bisher alle sehr gut und interessant. Besonders die Vorlesung Recht und Politik im historischen Kontext hat sehr viel Spaß gemacht. Das Engagement des Professors hat auf die Studierenden abgefärbt und so eine tolle Lernatmosphäre geboten. Zu sehen, wie viel Einfluss die Geschichte auf unsere heutige Politik hat, war besonders interessant. Auch die Verbindungen zwischen den politikwissenschaftlichen und juristischen Lehrveranstaltungen zu erkennen, ist hilfreich. Generell ist die Aktualität der Themen, die besprochen werden (z.B. internationale Konflikte, die EU, etc.), sehr spannend. Mir scheinen alle Themen vertreten zu sein, die in diesem BA auf Interesse stoßen könnten. Die juristischen und kulturwissenschaftlichen Bereiche sind dabei gleichmäßig verteilt. Zudem gibt es ein breites Angebot an Schlüsselqualifikationen und Softskills, die auch im beruflichen Bereich sehr hilfreich sein können. Auch neben dem Studium bietet die Uni viele Möglichkeiten an, sich einzubringen und weiterzubilden. Es gibt sehr interessante Angebote und auch die Chance, sich auf diese zu konzentrieren.

Für den Studiengang sollte man grundsätzlich Interesse an Politik und allem, was damit zu tun hat, mitbringen. Auch für Geschichte sollte man sich interessieren, da die Verbindung zur heutigen Politik unmittelbar ist. Es ist außerdem von großem Vorteil, sich für Rechtswissenschaften zu interessieren, da ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass dieser Teil viel Arbeit und Disziplin erfordert. Es ist dennoch machbar, gute Noten zu schreiben und viel zu lernen.

Die Benotung im Kulturwissenschaftlichen Bereich erscheinen mir fair und angemessen, hier ist auch der Schwierigkeitsgrad angenehm. Auch der juristische Teil wird fair bewertet, erfordert aber um einiges mehr Arbeit und Disziplin beim Lernen. Die Bewertung für die juristischen Kurse ist insofern anders geregelt als im kulturwissenschaftlichen Bereich, was sich leider negativ auf den Schnitt auswirken könnte.

Da wir an einer relativ kleinen Uni sind, konnte man sich mit Fragen auch immer an jemanden wenden. Die Lehrveranstaltungen wurden mitunter auch sehr abwechslungsreich gestaltet, was das Interesse der Studierenden weiter geweckt hat. Da der Studiengang erst seit dem WS 17/18 angeboten wird, ist er mit 60 Studierenden überschaubar. Dies ermöglicht viel Kontakt zu den Dozenten und dem zuständigen Lehrstuhl. Der Lehrstuhl, der diesen Studiengang ins Leben gerufen hat, ist zudem sehr offen für Fragen und Anregungen. Außerdem kennt man alle seine Kommilitonen, zumindest vom Sehen. Die Atmosphäre ist also entspannt und freundschaftlich. Wir konnten z.B. auch eine Weihnachtsfeier organisieren, durch die man sich nochmal außerhalb des Unilebens kennenlernen konnte. Ich denke, der Studiengang spricht eine bestimmte Gruppe von Menschen an, was es leicht macht, sich mit allen zu verstehen. Jeder, den ich bisher kennengelernt habe, hatte ähnlich Ansichten, Ideen und Ziele. Man trifft auf viele interessante Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern, die sich für ähnliche Dinge einsetzen wollen. Es ist auch leicht, Kommilitonen zu finden, mit denen man lernen kann, um sich für die anstehenden Prüfungen vorzubereiten.

Mir gefällt, dass die Stadt und die Uni nicht so groß sind. Man kommt fast überall zu Fuß hin und findet sich schnell zurecht. Frankfurt hat viele schöne Altbauten, Parks und natürlich die Oder. Es scheint manchmal schwer zu sein, mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten, wenn man sie nicht über die Uni kennenlernt. Trotzdem fühle ich mich hier sehr wohl und mit den richtigen Menschen kann man überall Spaß haben! Es gibt hier viele gute Angebote, wenn man sie sucht! Ich habe die Transvokale besucht, ein Musikfestival, das auf der polnischen und deutschen Seite stattfindet, sowie Theaterstücke im Kleistforum und bei den Oderhähnen gesehen. Auch die Uni organisiert einige Veranstaltungen im Jahr, deren Besuch sich lohnt. Das Partyleben ist zwar eher gedeckt, aber wer es groß braucht, kann immer ein Feierwochenende in Berlin verbringen. Frankfurt hat einige Bars, in denen man sich nette Abende mit Freunden machen kann. Die WG-Bar ist mein persönlicher Favorit – hat nämlich einen Kicker.

Die Unibibliothek finde ich sehr gut, es ist sehr ruhig und überschaubar. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in Gruppenräumen zu sitzen und zusammen zu lernen. Dieser Bereich könnte allerdings noch ausgebaut werden, da die Räume vor allem in der Prüfungszeit meist besetzt sind. Man kann sich aber generell leicht zurechtfinden. Das Bücherangebot ist meist ausreichend und deckt alle Anforderungen für die Uni ab. Und wenn es doch mal nichts Passendes gibt, kann man die Fernleihe nutzen.

Leider kosten die Sprachkurse für Anfänger an der Viadrina Geld, das ist für mich ein Kritikpunkt. Ich fände es sehr gut, wenn die Uni diesen Betrag ganz abschaffen oder zumindest absenken würde.

Die Mensa ist preislich sehr gut und wenn einen mal kein Gericht anspricht, ist die Salatbar immer eine gute Ausweichmöglichkeit. Es gibt im Sommer einen Außenbereich direkt an der Oder.

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