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Recht und Politik


Elias Wirth

EliasWirth ©Wirth

Ich habe zwei vorlesungsbegleitende Tutorien zur Erstsemesterveranstaltung "Recht und Politik im historischen Kontext" gehalten. In diesen haben wir uns in kleinen Gruppen der politischen Theorie gewidmet. Angefangen mit der griechischen Antike bis hin zu aktueller Literatur beschäftigten wir uns anhand politischer Theoretiker beispielsweise mit Fragen nach Vor- und Nachteilen unterschiedlicher politischer Ordnungen, mit Gerechtigkeit und was hierunter überhaupt zu verstehen ist, ob Politik und Moral voneinander zu trennen sind oder dem Verhältnis von Kirche und Staat. Hierneben dienten die Tutorien auch der Auseinandersetzung mit Sorgen und Fragen der Studentinnen und Studenten. Für das zweite Semester habe ich eine spezifisch an den Studien- gang gerichtete Arbeitsgemeinschaft im öffentlichen Recht übernommen, wo wir uns anhand von Fällen intensiv mit den Grundrechten des Grundgesetzes auseinandersetzten.

Ich selber habe sowohl Politikwissenschaften (Diplom), als auch Rechtswissenschaften (Staatsexamen) studiert. Beide Studiengänge haben ihre Vor- und Nachteile, weswegen ich die Kombination hiervon äußerst interessant finde. Wer nur Rechtswissenschaften studiert, hinterfragt die geltende Rechtsordnung am Maßstab der Gerechtigkeit oder anderer Erwägungen kaum. Ein Studium der Politikwissenschaft vermittelt demgegenüber keine Kenntnis der Rechtsordnung insgesamt – dies wäre aber erforderlich, um etwa politisches Handeln zu bewerten oder Gesetzesänderungen zu diskutieren. Sich sowohl mit dem Sein als auch dem Sollen qualifiziert auseinandersetzen zu können, dazu befähigt dieser Studiengang meines Erachtens – und schließt somit eine Lücke in der deutschen Hochschullandschaft. Im angloamerikanischen Raum sind derart interdisziplinäre Studiengänge zu Recht weit verbreitet.

Was die Zukunft auf dem Arbeitsmarkt anbelangt, besteht nach Absolvent/-innen mit diesen spezifischen Fähigkeiten beispielsweise in den Berufsfeldern Journalismus, Nichtregierungsorganisationen, Politikberatung, Verwaltung und Rechtsberatung Bedarf.

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