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Recht und Politik/Politik und Recht


Matthias

Matthias 2 ©presse

Ich heiße Matthias und bin in Bestwig, einem kleinen Ort im Sauerland, aufgewachsen.Zurzeit wohne ich im Studentenwohnheim in Frankfurt.

Nach dem Abitur absolvierte ich im journalistischen Bereich, bei Gericht und im Bundestag Praktika und wurde dadurch darin bestätigt, mich sowohl für Recht als auch für Politik sehr zu interessieren. Ich habe lange gehadert, ob ich ein klassisches Jurastudium, also mit der Perspektive Staatsexamen, anfangen soll oder ob ein Studium im geisteswissenschaftlichen Bereich – ich habe da besonders mit dem Gedanken an Politikwissenschaft, Soziologie oder Philosophie gespielt – eher meinen Interessen entspricht. Die Möglichkeit, im Bachelor Recht und Politik mit beiden Gebieten Erfahrungen zu sammeln und dann entweder in ein Jurastudium quereinzusteigen oder mich im politikwissenschaftlichen Bereich zu spezialisieren, war für mich ideal.

Ein Auslandssemesters reizt mich sehr – wenn, dann würde ich wahrscheinlich ein Land wählen, in dem ich eine zweite Fremdsprache neben Englisch lernen könnte. Wahrscheinlich würde es dann auf französisch- oder spanischsprachige Länder hinauslaufen. Das habe ich aber noch nicht konkret geplant. Für das Praktikum gegen Ende des Studiums stelle ich mir beispielsweise das Hauptstadtbüro einer überregionalen Zeitung sehr spannend vor. Aber auch abgesehen davon gibt es in Berlin sicher viele interessante Institutionen, in denen man Praktika absolvieren kann – zum Beispiel Ministerien oder NGOs.
Am meisten habe ich mich immer für zwei Berufe interessiert: Richter oder Journalist. Während ich beim Journalismus für mein Studium sehr frei wäre, da es in dieser Hinsicht keine klar vorgegebene Ausbildung braucht, müsste ich für den Fall, dass ich Richter werden will, natürlich ein klassisches Jurastudium mit (überdurchschnittlich guten) Staatsexamina abschließen. Ob ich mir das zutraue und welche der beiden Richtungen mir besser liegt, möchte ich in meinem Bachelor in Recht und Politik herausfinden.

Welche zwei der vier Schwerpunkte ich im Verlauf des Studiums wählen werde, weiß ich noch nicht. Mit meinem aktuellen Kenntnisstand tendiere ich zu Recht und Politik im europäischen und im internationalen Kontext, möchte mir aber erst mal einen differenzierteren Eindruck von den Modulen machen, bevor ich mich entscheide. Ich werde die Wahl meiner Schwerpunkte davon abhängig machen, welche Bereiche mich in den frühen Semestern besonders interessiert haben.

Natürlich sollte man für diesen Studiengang ein Interesse am politischen Tagesgeschehen und an gesellschaftlichen Fragen mitbringen. Für besonders wichtig halte ich aber ein breites Interesse an unterschiedlichen Disziplinen und Denkarten. Man sollte die Neugier und die Offenheit haben, sich schon im ersten Semester mit einer Spanne von Themen auseinanderzusetzen, die von der Philosophie Aristoteles‘ bis zum Rechtsstaatsprinzip im Grundgesetz reicht.
Die Erwartungen, die ich an den Studiengang hatte, wurden auf jeden Fall erfüllt. Ich bin gespannt, wie die Grundlagen, die wir im ersten Semester gelernt haben, in den kommenden Semestern vertieft werden. Bislang habe ich insbesondere gelernt, den Unterschied zwischen juristischen und sozialwissenschaftlichen Argumentationen zu erkennen und erste Erfahrungen damit zu sammeln, beide Arten der Argumentation anzuwenden.
Weil ich schon in der Schule Philosophie sehr spannend fand, waren für mich die Diskussionen über die Staatstheoretiker besonders interessant. Gerade die Diskussionen, die aufkamen, wenn sich mal nicht alle einig waren oder wenn es darum ging, wie man die alten Lehren auf die Gegenwart beziehen kann, habe ich als sehr produktiv empfunden. Abgesehen davon war es für mich auch spannend, tiefer in das Grundgesetz einzusteigen und etwas darüber zu lernen, wie unsere Verfassung funktioniert. Die Veranstaltungen der späteren Semester klingen für mich sehr spannend. Ich würde mir wünschen, dass die Studierenden in den späteren Semestern die Möglichkeit haben, nach den eigenen Interessen möglichst frei ihre Veranstaltungen zusammenstellen zu können, dass nicht so viel zentral vorgegeben wird.
Ich erwarte, am Ende meines Studiums in allen juristischen Bereichen, die etwas damit zu tun haben, wie Staaten aufgebaut sind oder wie Staaten untereinander im Verhältnis stehen, mit Volljuristen auf Augenhöhe zu sein. Im politischen Bereich hoffe ich auf breit gefächerte Veranstaltungen, mit mal soziologischen, mal philosophischen, mal historischen Perspektiven, die immer für Diskussionen unter den Studierenden und mit den Lehrenden offen sind.
Den Großteil der bisherigen Lehrveranstaltungen habe ich als sehr gut wahrgenommen. Besonders hervorheben möchte ich da die Vorlesung in Recht und Politik im historischen Kontext mit dem dazugehörigen Tutorium sowie die Vorlesung in Staatsorganisationsrecht mit der dazugehörigen AG.
Die Größe des Studiengangs ist mit ungefähr 60-70 Studierenden angenehm überschaubar. Kontakt zu Dozenten ist ohne Probleme möglich, wenngleich das natürlich in Jura-Vorlesungen schwieriger ist als den kleineren politikwissenschaftlichen Veranstaltungen. Ich denke, das Klima würde sich in nachfolgenden Jahren nicht wesentlich verändern, wenn rund 100 Studierende im selben Semester das Studium anfangen würden. Alles, was weit über 100 Studierende hinausgeht, würde wohl die Organisation der Studierenden untereinander erschweren und das Klima auch im Kontakt mit den Dozenten verändern.
Ich bin bisher mit den Anforderungen der Klausuren gut zurechtgekommen. Jura-Klausuren werden erwartungsgemäß deutlich strenger bewertet als Politik-Klausuren. Gerade im Politik-Teil des Studiums haben die Dozenten aber die Klausuren fair gestaltet und im Vorlauf gut mit den Studierenden kommuniziert, sodass eine gezielte Vorbereitung leicht möglich war. Auch die juristischen Klausuren waren fair und für uns Recht-und-Politik-Studenten mit ernsthafter Vorbereitung machbar, obwohl wir über weniger juristische Kenntnis verfügen als normale Jurastudenten.
In den juristischen Veranstaltungen sind Dozenten manchmal davon ausgegangen, dass alle Studierenden ein normales Jurastudium absolvieren und daher Vorkenntnisse etwa in Zivilrecht haben oder wissen, wie der Gutachtenstil funktioniert. Es wurde aber immer flexibel reagiert, wenn man die Dozenten darauf aufmerksam gemacht hat, zudem gibt es inzwischen auch spezifische AGs für den Studiengang Recht und Politik. Allgemein brauchte es ein bisschen Zeit, bis man in die etwas alltagsfremdere juristische Denkweise hineingefunden hat.
Es war leicht, mit den Kommilitonen Freundschaften zu schließen, da ich sie als sehr offen wahrnehme. Wir sind in einer WhatsApp-Gruppe organisiert, über die sich viele Fragen und Probleme unkompliziert lösen lassen. Relativ viele von uns engagieren sich in studentischen Initiativen und tragen somit etwas zum aktiven Uni-Leben bei. Insbesondere die diversen kulturellen Hintergründe und Nationalitäten, die unter den Kommilitonen vertreten sind, empfinde ich als bereichernd, da gerade bei politischen Diskussionen unterschiedliche Erfahrungen oft neue und interessante Erkenntnisse mit sich bringen können. Diese Vielfalt sollte für die Zukunft gezielt gefördert werden.

Frankfurt ist relativ klein und hat kulturell natürlich weniger zu bieten als eine Metropole wie Berlin. Dennoch hat es auch sein Gutes, in Frankfurt zu wohnen: Die Mieten sind unschlagbar günstig; gerade, wenn man nicht aus der Nähe kommt, bieten die Studentenwerke eine ideale Möglichkeit, ohne aufwändige Wohnungssuche unkompliziert eine erste Unterkunft zu finden.Weil nur wenige Studenten aus Frankfurt selbst kommen, suchen fast alle am Anfang des Studiums neue Freunde und sind sehr offen.

Obwohl die Stadt eher klein ist, gibt es genügend Bars, Partys in Clubs oder WGs und so weiter – es muss hier niemandem langweilig werden! Gerade die vielen internationalen Studenten bringen eine besondere und schöne Atmosphäre in die Stadt, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Dazu kommt noch die Möglichkeit, mal eben zu Fuß nach Polen spazieren zu können, was wohl auch einzigartig ist. Darüber hinaus ist auch die Oder direkt an der Uni für alle reizvoll, die gern im Grünen sind.

Mit der Infrastruktur an der Uni bin ich insgesamt sehr zufrieden. Besonders das Essen in der Mensa ist günstig und schmeckt gut. Weil es eine relativ kleine Uni ist, gibt es natürlich weniger bspw. Sportangebote als an vielen anderen Unis. Aber die Räumlichkeiten an der Uni sind insgesamt gut und modern ausgestattet. Das WLAN funktioniert allerdings in der Mensa oft nicht.
Die verschiedenen Online-Portale der Uni sind für Studienanfänger etwas verwirrend – es wäre besser, wenn Moodle, Viacampus, HIS-Portal, Uni-Homepage und Uni-Mail zusammengelegt werden könnten, da man gerade am Anfang oft lange auf der Suche nach den wesentlichen Informationen ist.

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