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Recht und Politik/Politik und Recht


Albena

Albena 1 ©presse

Ich heiße Albena und komme aus Polski Trambesch, Bulgarien. Nach Frankfurt und zu dem Studiengang kam ich, weil ich Europa liebe und bereit bin, die Idee des vereinigten Europas zu schützen. Ich habe mich in der Schulzeit schon gern mit Europa und der EU beschäftigt, mich etwa mit zwei bulgarischen Abgeordneten im Europäischen Parlament getroffen und das Parlament in Brüssel besucht, nachdem ich einen Essaywettbewerb gewonnen habe. Das Parlament war fast leer, auch die Plätze der Abgeordneten, die dort wichtige Entscheidungen treffen sollten; diese Erfahrung hat mich in meinem Beschluss bestärkt, mich für die EU einzusetzen. Andererseits lerne ich seit 10 Jahren Deutsch und liebe die deutsche Kultur und Sprache.

Recht und Politik sind zwei Sachen, die zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Im Rahmen meines Studiums plane ich Auslandssemester fest ein, um neue Kulturen kennenzulernen. Innerhalb Europas gibt es große kulturelle Unterschiede, deshalb verbringe ich hoffentlich ein Semester in Rumänien oder Ungarn. Das sind zwei Länder, die zwar Teil der EU sind, trotzdem aber noch viel Potenzial besitzen. Meine Praktika will ich in Deutschland absolvieren.

Später einmal würde ich gern bei europäischen Institutionen arbeiten, im Idealfall als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Natürlich besteht die Treppe zum Erfolg aus vielen kleinen Schritten; ich kann mir auch vorstellen, z.B. für das Erasmus-Programm zu arbeiten, da ich an die Schlüsselrolle junger Europäer glaube.

Um Recht und Politik zu studieren, benötigt man eine große Motivation. Man sollte auch die Geschichte mögen und von ihr lernen. Dieser Studiengang könnte die künftigen Politiker hervorbringen, die die Situation in Europa verbessern können. Je mehr Interesse man hat, desto besser. Recht und Politik ist für alle neugierigen junge Menschen, die die Zukunft verändern wollen, geeignet.

Bislang gefällt mir der Studiengang sehr und ich bin gespannt, was noch kommen wird. Der Studiengang ist interdisziplinär, was bedeutet, dass unterschiedliche Fächer miteinander kombiniert werden. Recht und Politik gehören zusammen und ich finde es besonders interessant, dass man beides getrennt erlernt, aber immer versucht, das Gemeinsame zu finden. Politik ohne Recht geht genauso wenig wie umgekehrt.

Vor allem das erlernte kritische Denken benötige ich für mein späteres Berufsleben. Während meiner Schulzeit in Bulgarien wurde von mir erwartet, dass ich vor allem auswendig lerne. Dagegen ist die Fähigkeit, die Dinge zu hinterfragen, etwas, das ich persönlich hier jetzt schon sehr zu schätzen gelernt habe.

Die Qualität der Lehrveranstaltungen ist gut. Die Dozenten sind kompetent und fast alle bemühen sich bei der Vermittlung des Wissens ebenso wie wir, die Studenten, beim Verständnis. Gut gefällt mir, dass der Studiengang nicht so groß ist. Auf diese Weise kann man leicht miteinander kommunizieren und sich gegenseitig helfen. Auch herrscht eine familiäre Atmosphäre, die dafür sorgt, dass man sich sicher und wichtig fühlt. Die Dozenten sind nicht einfach irgendwelche Leute, die jede Woche für anderthalb Stunden vor uns sprechen, sondern Mentoren, die immer für uns da sind. Das ist mir besonders wichtig.
Die Klausuren darf man auf gar keinen Fall unterschätzen; manche waren auf den ersten Blick leicht; einige Kommilitonen haben die Schwierigkeit nicht bemerkt und sind mit den Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Die unterschiedliche Benotung beweist, dass für eine gute Uni wie die Viadrina eine faire Benotung von großer Bedeutung ist.

Für mich als Nicht-Muttersprachlerin ist natürlich alles doppelt so schwer wie für meine deutschen Kommilitonen. Apropos: meine Kommilitonen sind die Besten! Weil ich aus dem Ausland komme, dachte ich, dass niemand mich ernst nehmen wird. Ich habe aber tolle Mitstreiter gefunden, von denen viele schon meine Freunde sind. Sie sind klug, zielstrebig und motivieren mich immer besser zu werden.

Ich lebe in Frankfurt (Oder) und liebe die Stadt! Sie hat diesen postkommunistischen Charme. Ich habe einiges von Deutschland gesehen und Frankfurt unterscheidet sich von dem Bild einer typisch deutschen Stadt. Ehrlich gesagt erinnert mich Frankfurt an meine Heimat und das macht für mich das Leben angenehmer. Dass die Stadt an der Grenze liegt, ist ein großer Vorteil! Auf der polnischen Seite sind z.B. die Geschäfte sonntags geöffnet (vielleicht bald nicht mehr jeden Sonntag), es ist billiger und man hat die Möglichkeit, eine andere Sprache zu lernen, weil man sie ab und zu braucht. Slubice ist sozusagen die Tür zu einem sehr interessanten und schönen Land, das man entdecken kann, wenn man sich z.B. erholen will. Mit dem kulturellen Angebot in der Stadt - nicht nur für und wegen der Studenten - bin ich zufrieden. Frankfurt ist eine muntere Stadt. Ich liebe die Konzerte und manchmal gucke ich Theaterstücke.

Auch über die universitären Rahmenbedingungen kann ich mich nicht beschweren. Anfangs dachte ich, dass das Essen in der Mensa schlecht sein wird. Inzwischen bin ich aber positiv überrascht und esse dort jeden Tag. Für mich und meine Kommilitonen ist die Zeit in der Mensa sehr besonders. Die Bibliothek finde ich einfach toll. Es macht Spaß, wenn man dort lernt oder eine Pause in der Cafeteria macht. Das Studentenwohnheim ist meiner Meinung nach der Hammer. Bei mir gibt es viele Erasmusstudenten und hier ist es nie langweilig. Ich bin zufrieden mit meiner Wohnung, mit meinem Zimmer und am meisten mit meinen Mitbewohnerinnen.

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